KI-Transparenz
Volle Transparenz — und warum das hier kein Kleingedrucktes ist, sondern der spannendste Teil der Geschichte.
Dieses Portal entsteht in enger Zusammenarbeit mit Künstlicher Intelligenz. Das verstecke ich nicht — ich zeige es. Hier steht offen, was von mir stammt, was mit KI entstanden ist, mit welchen Werkzeugen, und wer am Ende die Verantwortung trägt (Spoiler: ich). Und weil das hier ohnehin ein Lernportal über KI ist, erzähle ich gleich auch, wie es funktioniert — denn der Weg dahin ist das beste Anschauungsmaterial, das ich habe.
Was von wem stammt
Woran du KI im Portal erkennst
- Ein Übersetzungs-Hinweis in der Fußzeile jeder Seite, die nicht in der Originalsprache (Deutsch) erscheint — plus prominentere Banner auf Startseite, Interviews und Blog.
- Eine Bildunterschrift bei KI-generierten Bildern.
- Diese Seite — verlinkt aus Footer und Impressum.
Mehr braucht es nicht. Weniger wäre unehrlich.
Die Kür: „Das ist eigentlich kein Vibe-Coding mehr“
Den Stempel „100% Vibe Coded“ auf der Startseite trage ich mit Augenzwinkern — aber ehrlich gesagt ist er untertrieben. Was hier passiert, hat einen präziseren Namen: Spec-Driven Development. Nicht „ich tippe Wünsche in einen Chat und schaue, was rauskommt“, sondern: ich schreibe die Spezifikation — Direktiven, Skills, Coding- und Architektur-Guidelines, Konzepte für jeden Artikel und jede Demo. Das ist die Quelle der Wahrheit. Die Umsetzung übernimmt ein Team aus KI-Agenten:
- Dispatcher (virtuelle Projektmanager) zerlegen meinen Intent in Tickets und füllen eine Aufgaben-Queue.
- Entwickler-, Test-, Architektur-, UX- und Review-Agenten arbeiten die Tickets ab — oft im Tandem: einer baut, einer prüft. Checks and Balances wie in einem echten Team.
- Das Ganze läuft in Schleifen: ein Agent hält die anderen in Bewegung, kontrolliert Fortschritt, startet Neues. Den Fachbegriff dafür gibt es seit 2026 tatsächlich — Loop Engineering: „Loops, die laufen, während ich schlafe.“
Meine Rolle? Ich schreibe kaum noch selbst Code. Ich gebe Architektur, Designsystem, Konzepte und Entscheidungen vor und ziehe die Qualitäts-Gates ein. Die klassischen Junior-Aufgaben — Tippen, Übersetzen, Durchtesten, Wiederholen — erledigen sich von selbst.
Das Schönste: Ich muss dafür nicht mal am Rechner sitzen. Früher, während ich am Buch schrieb, heute bei der Gartenarbeit oder einfach beim YouTube-Schauen — ich diktiere meine Anforderungen. Dank Spracherkennung (Whisper) landen sie in einer Inbox, meine Dispatcher machen daraus Tickets, und am nächsten Morgen sind die Features da.
Ein Beispiel: Wie aus einem Satz hunderte Tickets werden
Damit kein falscher Eindruck entsteht: Den allergrößten Teil dieser Tickets habe ich nicht selbst geschrieben — das übernehmen meine virtuellen Projektmanager. Ein Beispiel — ich sage nur einen Satz:
„Wir unterstützen ab jetzt Suaheli.“
Was dann läuft, ohne dass ich noch eingreife:
- 1 Zuerst legt das System einen eigenen Arbeitszweig an und checkt ihn aus — einen „Feature-Branch“, hier feature/add-swahili. Alles Weitere passiert dort isoliert, damit die Live-Seite jederzeit stabil bleibt.
- 2 Ein Dispatcher liest den Auftrag und stellt fest: Für Suaheli fehlen Übersetzungs-Guidelines.
- 3 Er beauftragt eine ausführliche Recherche zu Idiomen, Redewendungen und Sprachbesonderheiten und trägt alles zu einer Übersetzungs-Guideline zusammen.
- 4 Er prüft: Gibt es Regeln für Einfache Sprache auf Suaheli? Nein → also leitet er sie aus dem Deutschen und Englischen ab.
- 5 Er setzt Review-Tickets auf: Passen Struktur und Qualität zu den anderen Sprach-Guidelines? Ein Testtext wird übersetzt, ein Reviewer prüft ihn.
- 6 Sitzen die Guidelines, trägt das System Suaheli in die zentrale Sprach-Liste ein, erweitert die Sprachauswahl im Menü (Flagge, alphabetische Einordnung) und verdrahtet alle Stellen im Code, die von der neuen Sprache wissen müssen — von der SEO-Kennung bis zum ELIZA-Chatbot.
- 7 Jetzt läuft ein Skript, das das gesamte Portal ausmappt — jede einzelne Seite — und für jede Route einen Übersetzungs-Auftrag auf Suaheli erstellt.
- 8 Sobald ein Worker eine Seite übersetzt hat, spawnt das System automatisch das nächste Ticket: ein Qualitäts-Review für genau diese Seite. automatisch
- 9 Sind alle Routen übersetzt und geprüft, baut das System die Sprachbundles — Inhalte, Oberflächentexte und das Glossar-Highlighting — damit Suaheli im Browser tatsächlich erscheint. automatisch
- 10 Es committet die Arbeit und lässt einen vollständigen Produktions-Build als Integritäts-Check laufen — schlägt der fehl, stoppt die Kette und meldet sich bei mir.
- 11 Ist der Build grün, führt das System den Feature-Branch zurück mit der Hauptlinie zusammen (Merge) — und Suaheli geht live.
Aus einem einzigen Satz werden so, in einer Nacht, hunderte Tickets — beauftragt und abgearbeitet von einem Team, das ich nie persönlich briefe.
Und das System meldet sich bei mir
Es läuft nicht blind durch. Wenn etwas meine Aufmerksamkeit braucht — etwa eine neue Schrift, die das automatische Glossar-Highlighting stören könnte, oder eine Entscheidung, die nur ich treffen kann — schreibt es mir einen Report in meine Inbox. Reagiere ich nicht, erinnert es mich. Ich bin nicht die Person, die alles macht. Ich bin die Person, die entscheidet.
Wohin das führt
Ich habe mit diesem Portal angefangen, als Claude Code gerade frisch erschien — die erste Zeile dieser Codebasis datiert auf den 24. Mai 2025, zwei Tage nach dem offiziellen Start des Tools. Seitdem sind 11.837 Commits zusammengekommen, im Schnitt rund 30 pro Tag, viele davon nachts, während niemand am Rechner saß. Dahinter stehen schätzungsweise über 10.000 abgearbeitete Tickets. Ein Mensch, ein Designsystem, klare Regeln — und ein Team aus Agenten, das den Rest macht.
Warum ich das so mache
Ehrlich: In diesem Umfang wäre dieses Portal für mich allein nie machbar gewesen. 28 Sprachen, jede zusätzlich in Einfacher Sprache, konsequent auf Barrierefreiheit ausgelegt, über 100 Artikel und Dutzende interaktive Demos — das ist die Arbeit eines ganzen Teams. KI macht genau diese Inklusion erst praktikabel: dass ein einzelner Mensch ein kostenloses, mehrsprachiges, möglichst zugängliches Bildungsangebot in dieser Tiefe baut und pflegt. Vieles davon entsteht passiv, an den Abenden, aus diktierten Ideen.
Und genau das ist mein zweites Ziel mit diesem Portal: zeigen, wie es geht. Ich bin überzeugt, dass diese Arbeitsweise ein kaum vorstellbares Potenzial hat — für Lehrkräfte und für alle, die möchten, dass andere Menschen mehr wissen und mehr können; für Inklusion; für den Zugang zu Bildung überhaupt. Wenn eine einzelne Person das abends nebenbei bauen kann — was können dann erst Schulen, Vereine, engagierte Einzelne? Darum dieses Portal. Freies Wissen, geteilt.
Das Werkzeug zum Nachbauen
Dieses Portal gibt es als fertige Startvorlage, mit Design-System und Werkzeugen. Mit vibecore baut ein KI-Agent daraus dein eigenes Lernportal, auch ohne Programmierkenntnisse.
Mehr über vibecoreWo die Grenzen sind
KI macht Fehler — selbstbewusst und überzeugend. Deshalb geht kein Inhalt ungeprüft online: Die fachliche Verantwortung liegt bei mir. Findest du trotzdem einen Fehler, sag Bescheid (Feedback-Formular) — Korrektur ist erwünscht, nicht peinlich. Künstliche Intelligenz ist hier ein Werkzeug in menschlicher Hand, kein Autopilot ohne Aufsicht.
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Stand: 18. September 2026. Diese Seite wächst mit dem Portal — und mit den EU-Vorgaben zur KI-Kennzeichnung (AI Act, Art. 50).